Hintergrund

Was sich in der Berliner Ärztekammer ändern muss

 

Von den meisten Kammermitgliedern wird die Ärztekammer Berlin nur in zweierlei Hinsicht wahrgenommen: erstens als Verantwortliche für die Weiterbildung und zweitens als Kassiererin von Mitgliedsbeiträgen.

 

1. Politisch Stellung beziehen

Gesundheit ist wichtiges Thema in der Politik und gesundheitspolitische Entscheidungen werden von zahlreichen Interessensgruppen beeinflusst. Die Ärztekammer Berlin hat sich unter der Koalition von Marburger Bund und Allianz zu einer unpolitischen Verwaltungsbehörde gewandelt mit der Begründung, als Kammer sei sie nicht berechtigt, sich in die politischen Diskussionen einzumischen.

Das sehen wir anders. Wir halten es für geboten, dass die Kammer sich einmischt. Sie muss Stellung beziehen zu den drängenden Fragen der Gesundheitsversorgung, wie der ständigen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern, den Problemen der ambulanten Unter- bzw. Überversorgung in den Bezirken, Bonus-Zahlungen an Chefärztinnen und Chefärzten bei Mengenausweitung usw. Es hätte der Kammer auch gut angestanden, sich zu der Problematik der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge in Berlin zu äußern. Die Berliner Ärztekammer sollte es durchaus als ihre Aufgabe verstehen sich in gesundheits- und sozialpolitischen Fragen etc. zu äußern.

 

2. Selbstkritische ärztliche Selbstverwaltung

Die im letzten Jahr gegen unseren Widerstand beschlossenen Sitzungsgelder für die Delegierten widersprechen unserer Auffassung von ehrenamtlicher Tätigkeit. Wenn die Kammer dafür Geld übrig hat, wäre es besser, die Kammerbeiträge zu senken. In der nächsten Legislaturperiode werden wir beantragen, diese Nebeneinkünfte der Delegierten wieder abzuschaffen und den Beitragszahlern „zurückzugeben“.
Konflikte mit der Kassenärztlichen Vereinigung (man erinnere sich an den Übergangsgeld-Skandal) werden wegen der großen Präsenz der Allianz im Vorstand nicht ausgetragen. Das schadet nicht nur dem Ansehen der Kammer, sondern der Ärzteschaft insgesamt, indem Vorurteile gegenüber unserem Berufsstand genährt werden.


Solange die Allianz den Vorstand maßgeblich trägt, wird sich an dieser Un-Politik nichts ändern. Wir finden 12 Jahre Allianz sind genug.
Wir wollen eine stärker politisch aktive Kammer, die den nach wie vor guten Ruf der Ärzteschaft in der Öffentlichkeit nutzt, sich kritisch mit der nach unserer Meinung fatalen Entwicklung des Gesundheitswesens auseinandersetzt und damit einen Beitrag liefert, die Arbeit für Kolleginnen und Kollegen wieder attraktiver zu machen.

WICHTIG!

 

Treffen der FrAktion Gesundheit

 

Mittwoch, 10. Januar 2018 19.45 Uhr
(Achtung: Findet wieder statt in einem anderen Lokal gegenüber vom Paracas im
Restaurant Dehli 6, Friedrichstr. 237, 10696 Berlin)

Ort:

Restaurant Paracas
Friedrichstraße 12
10969 Berlin

 

Wer aktuelle Informationen der FrAktion Gesundheit wünscht oder mitmachen möchte, kurze Info an:
info@fraktiongesundheit.de

 

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