Hintergrund
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Was sich in der Berliner Ärztekammer ändern muss

 

Die Ärztekammer Berlin wird von ihren Mitgliedern häufig als teure verwaltende Körperschaft wahrgenommen. Dabei wäre sie in der Lage durch die Kompetenz ihrer Mitglieder die gesundheitspolitische Diskussion zu bereichern und zu prägen.
Wichtige Themen sind zum Beispiel:


1. Sexuelle Belästigung im Gesundheitswesen verhindern

Hierarchische Strukturen und bestehende Abhängigkeitsverhältnisse sowie die häufig enge physische Zusammenarbeit beispielswiese in operativen oder interventionellen Arbeitsfeldern erfordern eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber sexueller Diskriminierung und sexueller Belästigung.
Ärzt*innen sind gefordert Verantwortung zur Vermeidung sexueller Belästigung auch in anderen Gesundheitsberufen zu übernehmen. Gerade in der Grund- und Körperpflege kann es zu sexueller Belästigung der Pflegenden auch durch Patient*innen und Bewohner*innen kommen.
Die Patient*innen vertrauen sich in außergewöhnlicher Art und Weise Behandlern
und Pflegenden an. Situationen, die in anderem Kontext als Grenzverletzung wahrgenommen werden würden, sind in der Medizin teilweise notwendiger Bestandteil von Diagnostik und Therapie.

Diesem Vertrauen muss auch dadurch Rechnung getragen werden,
dass jede Form von sexualisiert diskriminierenden oder degradierenden
Verhaltensweisen streng geächtet wird!

Um die Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen ebenso wie die Patient*innen vor sexueller Belästigung zu schützen, muss die Ärztekammer auf die Etablierung von Dienst- und Betriebsvereinbarungen zum Umgang mit sexueller Belästigung an allen Einrichtungen des Gesundheitswesens hinwirken.
Wir Ärzt*innen werden uns dafür einsetzen, dass die Ärztekammer Fortbildungen und Coachings zum Umgang mit sexueller Belästigung sowohl auf Seiten der Führungskräfte und Vorgesetzten als auch für die Mitarbeiter*innen etabliert. Die Ärztekammer muss außerdem einen Ethikkodex zum Umgang mit Patient*innen erarbeiten, der diesem wichtigen und sensiblen Thema Rechnung trägt.

 

2. Medizin im Digitalen Zeitalter gestalten

Wir Ärzt*innen müssen die Digitalisierung in der Medizin gestalten. Wir müssen sie steuern und dürfen nicht von ihr gesteuert werden. Digitalisierung kann Kommunikation und Dokumentation sektorenübergreifend beschleunigen und die Medizin barrierefreier machen. Telemedizin kann die Arbeitswelt der Gesundheitsberufe unterstützen und Patient*innen den Zugang zu Expertenwissen erleichtern.

Die Arzt-Patienten-Beziehung braucht auch in Zukunft Vertrauen, Vertraulichkeit und Sicherheit. Dem muss sich auch die Digitalisierung unterordnen. Informationstechnologie kann bestehende Versorgungsstrukturen ergänzen, nicht jedoch ersetzen. Neben individuellen Patientendaten müssen auch kollektive Gesundheitsdaten (“Big Data“) geschützt werden. Durch den übergreifenden Zugang zu gespeicherten Gesundheitsdaten entsteht eine Datenflut, die vom einzelnen Behandler geordnet und überprüft werden muss. Zum Umgang in der digitalen Welt werden zuverlässige Authentifizierungen für Ärzt*innen und Patient*innen benötigt.

Die bisherige digitale Gesundheitswelt aus Internetangeboten, Gesundheits-Apps und Smart-Devices, die Vitalparameter und Nutzerverhalten messen und übertragen, ist unkontrolliert und kommerziellen Interessen unterworfen.

Wir Ärzt*innen werden eine aktive Begleitung der Digitalisierung durch die Ärztekammer organisieren, um Datenschutz, Qualität und Patientensicherheit sicher zu stellen. Die Ärztekammer muss einen Ausschuss „Digitalisierung und Telemedizin“ einrichten und mit der Politik in den Dialog treten, um Ärzt*innen eine aktive Rolle in der Ausgestaltung der Digitalisierung zu sichern.

WICHTIG!

 

Treffen der FrAktion Gesundheit

 

Dienstag, 18. Dezember 2018  19.45 Uhr, in der Ärztekammer, Friedrichstraße 16, 10969 Berlin. Der Raum wird vor Ort bekannt gegeben.

Donnerstag, 24. Januar 2019, 19:45 Uhr, wir treffen uns zu dem Thema "Klimawandel und Gesundheit" und laden dazu auch die Kolleg*innen der Allianz Klimwandel und Gesundheit ein. Ort wird noch bekannt gegeben.

 

Ort:

Restaurant Dehli 6
Friedrichstr. 237
10696 Berlin
(gegenüberder Ärtzekammer)

 

Wer aktuelle Informationen der FrAktion Gesundheit wünscht oder mitmachen möchte, kurze Info an:
info@fraktiongesundheit.de

 

___________________

Spendenkonto:

FrAktion Gesundheit

Berliner Volksbank

Konto-Nr. 5273894006

BLZ 100 900 00

IBAN: DE92 1009 0000 5273 8940 06

BIC: BEV0DEBB 

 

 

Mach mit  bei der FrAktion Gesundheit!

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