Hintergrund
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Medizin im digitalen Zeitalter gestalten!

 Wir Ärzt*innen müssen die Digitalisierung in der Medizin gestalten. Wir müssen sie steuern und dürfen nicht von ihr gesteuert werden. Digitalisierung kann Kommunikation und Dokumentation sektorenübergreifend beschleunigen und die Medizin barrierefreier machen. Telemedizin kann die Arbeitswelt der Gesundheitsberufe unterstützen und Patient*innen den Zugang zu Expertenwissen erleichtern.
Die Arzt-Patienten-Beziehung braucht auch in Zukunft Vertrauen, Vertraulichkeit und Sicherheit. Dem muss sich auch die Digitalisierung unterordnen. Informationstechnologie kann bestehende Versorgungsstrukturen ergänzen, nicht jedoch ersetzen.


Neben individuellen Patientendaten müssen auch kollektive Gesundheitsdaten (“Big Data“) geschützt werden. Durch den übergreifenden Zugang zu gespeicherten Gesundheitsdaten entsteht eine Datenflut, die vom einzelnen Behandler geordnet und überprüft werden muss. Zum Umgang in der digitalen Welt werden zuverlässige Authentifizierungen für Ärzt*innen und Patient*innen benötigt.
Die bisherige digitale Gesundheitswelt aus Internetangeboten, Gesundheits-Apps und Smart-Devices, die Vitalparameter und Nutzerverhalten messen und übertragen, ist unkontrolliert und kommerziellen Interessen unterworfen.
Wir Ärzt*innen werden eine aktive Begleitung der Digitalisierung durch die Ärztekammer organisieren, um Datenschutz, Qualität und Patientensicherheit sicher zu stellen.
Die Ärztekammer muss einen Ausschuss „Digitalisierung und Telemedizin“ einrichten und mit der Politik in den Dialog treten, um Ärzt*innen eine aktive Rolle in der Ausgestaltung der Digitalisierung zu sichern.

 

DIGITALISIERUNG IM GESUNDHEITSWESEN
Denken hilft der Gesundheit
taz.de 30.05.18

 

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